Am Ring

Dübendorf, Studie 2019, Projekt und Ausführung 2020-2025

Das Areal Am Ring liegt im Siedlungsraum von Wallisellen, Dübendorf und Zürich-Schwammendingen und wird durch zwei Faktoren entscheidend geprägt: Nationale, regionale und städtische Infrastrukturen wie Autobahn, Tramanschluss (Stettbach) und Glatttalbahn treffen auf ehemalige Industrie- und Gewerbeareale. Die Kombination hat eine hohe Entwicklungsdynamik und damit einen grossen stadträumlichen Umwandlungsprozess hervorgerufen.

Das Areal am Ring wird von der allgegenwärtigen Nord-Süd und Ost-West verlaufenden Kreuzung zwischen Überland- und Ringstrasse dominiert. Dabei erkennt man nicht nur, dass eine Akzentsetzung mit einem Hochhaus, parallel zur Überlandstrasse den Eingang nach Dübendorf massgeblich neu formulieren wird, sondern auch, dass im Kontext des nahen Zwicki Areals, des nördlichen Bereichs des Hochbords und mit dem gegenüberliegenden EMPA ETH Standorts eine neue übergeordnete Mitte in Form eines attraktiven Freiraums an der Glatt entsteht.

Zur offiziellen Webseite des Projekts geht es hier entlang.

Entlang der Überland- und Ringstrasse 1-44 wurden zwei Blockstrukturen entwickelt die mit der Einführung eines Hofes eine robuste Antwort auf die vorherrschende Lärmbelastung entlang der beiden Strassenräume liefert.

Beide Blöcke werden kammförmig strukturiert und erlauben im Südblock drei, im Nordblock zwei gut proportionierte Höfe mit einer grossen, Lärm abgewandt Fassadenabwicklung umzusetzen.  Der Südblock wird mit dem Hochhaus verbunden.

Die Gebäude am Ring 30-33 ergänzen das Ensemble der Bauten am Ring 1-44. Sie bilden ein eigentliches Vis-à-vis und bilden den Übergang zu den Bebauungen an der Giessenstrasse.

Der Park wird direkt über die Fussgängerbrücke und durch eine fussläufige Anbindung unter der Ringstrasse und der Glatttalbahn hindurch mit dem Platz am Ring verbunden.

Axonometrie
Axonometrie

Den Grünraum in der Mitte kann man als gemeinsamen Berührungspunkt der zuvor erwähnten Konversionsflächen bezeichnen. Dieser Ort hat im Kontext der gesamten Entwicklung am Ring ein enormes Identifikationspotential.

 

Situationsplan
Situationsplan
Konzeptmodell
Konzeptmodell

Die Haltestelle der Glatttalbahn am zukünftigen Platz gelegen, bedeutet, dass die Innenseite, also der Platz, eine höhere Öffentlichkeit aufweist als die Aussenseiten der Blockränder entlang der Ringstrasse und der Überlandstrasse.

Zentral an der Haltestelle und direkt an der unterirdischen Zufahrt gelegen wird ein Pavillon auf dem Platz entwickelt, der mit einem Versorgungs- und Gastroprogramm umgesetzt wird.

Auf der Platzseite wird die kammartige Blockstruktur mit einer feingliedrigen Balkonschicht eingefasst. Diese wirkt transparent und öffnen die dahinterliegenden Höfe zum Platz. Nord- und Südblock werden mit einem als Balkone benutzbaren Lärmschott verbunden.

Platz,  Bild: Filippo Bolognese
Platz, Bild: Filippo Bolognese

Die Konzeption einer Wohnanlage im Kontext lärmender Infrastrukturen ist heute vermehrt der Regelfall. Der erwiesenermassen robusteste Umgang mit Lärmfragen im Kontext von Wohnnutzungen bildet der geschlossene Block, da man die Wohnungen über den geschützten Hof Lärm abgewandt orientieren und ventilieren kann.

Innenhof Block Nord, Bild: Filippo Bolognese
Innenhof Block Nord, Bild: Filippo Bolognese
Nordblock, Laubengang
Nordblock, Laubengang
Innenhof Block Süd, Bild: Filippo Bolognese
Innenhof Block Süd, Bild: Filippo Bolognese

Im Kontext der Projektgrösse ist man bestrebt, die unterschiedlichen Orte, Situationen und «Geographien» im Projekt so auszunutzen, dass ein hohes Mass an Wohnungsdiversifikationen resultiert. Dabei wird weniger auf Zimmerzahlen als auf eigentliche Wohntypen und Wohnformen das Gewicht gelegt.

Grundriss 2. Obergeschoss
Grundriss 2. Obergeschoss

Towerapartments, Towersockel, Urban Housing, Compact Housing, Microapartments, Townhäuser, Small Houses, Atelierwohnungen und Urban Villas ergänzen das Wohnprogramm zu einem vielschichtigen und diversen Angebot, welches jeweils in unterschiedlichen Grössen nuanciert wird.

Grundriss 7.-28. Obergeschoss
Grundriss 7.-28. Obergeschoss
Fassade Ansicht Erdgeschoss
Fassade Ansicht Erdgeschoss
Fassade Ansicht Erdgeschoss
Fassade Ansicht Erdgeschoss

Am Ring

2025
Address

Am Ring 1-44
8600 Dübendorf
Switzerland

Client
Basler Leben AG/Baloise Asset Management AG, Basel / Projektentwickler/TU: Mettler2Invest AG, Zürich
Realization
2022
2025
Team
Piet Eckert, Wim Eckert, Alexander Struck, Andrea Kovács, Vincent Hauser, Alexander Metche, Lucas Reif, Alexander Zippold, Bojana Miskeljin, Simon Jeckelmann
Collaboration

Bauleitung/Baumanagement: MK Projekte AG, Wollerau

Bauingenieur: wlw Bauingenieure AG, Mels

Fassadeningenieur: Buri Müller Partner GmbH, Burgdorf

Holzbauingenieur: Timbatec AG, Zürich

Elektroingenieur: Bühler + Scherler AG, St. Gallen

Gebäudeautomation: Bühler + Scherler AG, St. Gallen

HLKS-Planer: Oekoplan AG, Gossau

Bauphysik/Akustik: Braune Roth AG, Rorschacherberg

Geologie: Jäckli Geologie AG, Zürich

Landschaft: Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich

Brandschutz: Amstein Walthert AG, Zürich

Hochwasserschutz: Basler Hofmann AG, Zürich

Mobilität: Planungsbüro JUD AG, Zürich