Dreispitz

Dreispitz

parking and more, Basel, competition 2014, 1st prize ex aequo

Für den Dreispitz sind bereits zahlreiche Visionen gezeichnet worden. Von einem teilweise verwegenen Vergleich zu New York, hin zur gegenwärtigen Erstellung der Hochschule für Gestaltung und Kunst als Kunst-Freilager. Auf den Spuren der räumlichen Struktur ehemaliger Lager-, Logistik-und Gleisbauten, wandelt sich der Ort heute vor unseren Augen. Als ob man der Veränderung gewissermassen zuschauen könnte, kündigt sich bereits der nächste grössere Entwicklungsschub an, diesmal mit hochwertigen Wohnbauten institutioneller Auftraggeber.

PARKING AND MORE IST NICHT NUR EIN PARKHAUS. IN DER STRUKTUR WERDEN NUTZUNGSERGÄNZUNGEN DEFINIERT, WELCHE DEN GEWERBESTANDORT ERHALTEN, SYNERGIEN ZWISCHEN DEN NEUEN NUTZUNGSNACHBARSCHAFTEN (HOCHSCHULE, WOHNEN, GEWERBE) ETABLIEREN UND ANGEBOTE MIT SOZIALEM, ÖKOLOGISCHEM UND KULTURELLEM ENGAGEMENT EINBINDEN.

Das vorgeschlagenen Konzept versteht sich als städtebauliche Gesamtfigur. Die neue Struktur besetzt den verfügbaren Gleisraum in der Form eines Ypsilons und ermöglicht eine städtebauliche Akzentuierung an drei Hochpunkten.

 

 

Die Hochpunkte in der Gesamtfigur werden als Nord-, Süd-, und Osthaus definiert. Sie nehmen eine gemeinsame Form ein, die den Zusammenhalt und die Erkennbarkeit des neuen Komplexes auch aus der Entfernung sichern. In ihrer Bautypologie erinnern die Häuser an grosse Speicher und Gewerbehäuser. Sie nehmen aufeinander Bezug, und reagieren gleichzeitig stadträumlich spezifisch auf die direkte Umgebung.

Die drei Kopfbauten bieten Low-Tech Gewerbeflächen an. Die Flächen im Erdgeschoss sind dabei wichtiger Bestandteil der Quartierversorgung und bieten fest oder temporär vermietbare Flächen für Quartierladen, Kiosk, Werkstätten, oder carsharing. Zwischen den Kopfbauten wird zusätzlich ein rund 2000m2 überdachter Stadtraum als Marktfläche ausgebildet. Diese Flächen auf dem Stadtboden können mit temporären und fixen Nutzungen vom Bauherren kuratiert werden. Im Zusammenhang mit den sozialen, ökologischen und kulturellen Engagement des Eigentümers können hier Lebensmittel-, Kunst-, Flohmärkte und öffentliche Anlässe organisiert werden.

Die fixen Erdgeschossnutzungen und die vom Eigentümer bewusst kuratierten Marktflächen mit den angegliederten Parkplätzen werden auf die aktuelle Nachfrage ausgerichtet und genügen dank der angebotenen Flexibilität auch künftigen Ansprüchen des aufstrebenden Quartiers. Das Dach des Parkhauses bietet sich ideal für die nachhaltige und zweckdienliche Installation einer Solaranlage an. Die einzelnen Nutzungen und die Solaranlage profitieren durch Synergien voneinander, womit sich die Attraktivität, Wirtschaftlichkeit und die Akzeptanz erhöhen.

Dreispitz

restricted competition, 1st prize ex aequo, 2014
Address: 
Dreispitz,
Basel,
Switzerland
Client: 
Christoph Merian Stiftung, Basel
Team:
Piet Eckert, Wim Eckert with Markus Weck and Jonas Devaud; 2nd stage: Piet Eckert, Wim Eckert with Carl C. Paatz and Jonas Devaud;
Collaboration: 

Structural Engineering: Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Basel
Construction and Real Estate Management: Immopro AG, Zurich
Traffic Engineering: IBV Hüsler AG, Zurich
MEP Engineering, Building Physics, Energy and Building Technology: Amstein Walthert, Zurich