Marbrerie Carouge

Marbrerie Carouge

Geneva, Competition, 2nd prize, 2012
Marberie Carouge, 2012

Wir wollen eine Verdichtung zum Anlass nehmen, eine hohe soziale Diversität mit einer adäquaten räumlichen Struktur zu erreichen. La Marbrerie wird zur Stadt umgebaut.

Das Prinzip des Umbaus kombiniert den für heute typischen gewerblichen Massstab mit einer neuen und hohen Dichte; - und so nutzen wir ein territoriales System, das jeden Quadratzentimeter einbezieht und Garagen, Höfe, Gewerbehallen und Hochhäusern zu einem neuen Ganzen verschweisst. Keine Volumenkomposition mit offenen Räumen, sondern ein als Collage zusammengefügtes Bild unterschiedlicher Typologien des Heute und Morgen schaffen einen dichten als Pass-Stück ineinander stehenden Raum, der sich gegenseitig bedingt. Die Kleinteiligkeit und der grosse Fussabdruck werden neu zusammengesetzt und auf das Programm des Wohnens bezogen. Die aus dem industriellen und gewerblichen Kontext herrührende orthogonale Struktur bleibt erhalten. So entsteht kein Ort des „Hier“ und „Dort“, sondern eine sozial hybridisierte gemeinsame Raumbeziehung. Das collagenartige Prinzip der Fügung unterschiedlicher Massstäbe benötigt keinen Neuanfang, sondern wird als Prozess des Umbaus mit dem Provisorischen und dem informell Gewerblichen kontrastiert.

Bild oben: Modell aktuelle Situation; Bild unten: Modell zukünftige Situation

Das neue Gebäude besteht aus sechs Volumen und vier Leerräumen. Ein Hochhaus, zwei direkt ablesbare Gewerbeeinheiten und drei Wohnhäuser
bilden zusammen mit vier Höfen eine Gesamtform.
Jedes Haus hat seinen Garten, jedes Volumen seine murale Fortführung und Einfassung als Spielort und Erholungsfläche. Die Wohnhäuser verbinden sich zu den Gewerbe- und Serviceeinrichtungen, die mit ihrer Proportion an Werkstätten und Garagen erinnern. Mit leichten Dachmodulationen entstehen Shedhallen und funktional offene Nutzungseinheiten.
Die Höfe sind untereinander mit grosszügigen Maueröffnungen verbunden, bleiben aber als innere Strukturen erlebbar. Der Perimeter wird durch Rück- und Vorsprünge geprägt, versteht sich nicht als „saubere“ Grenze, sondern komprimiert und erweitert die öffentliche Anbindung und bildet so einprägsame Adressen aus.

Programmverteilung;unten: Verteilung der Wohnbautypologien
Typischer Grundriss Obergeschoss Typ A; rechts unten: Typischer Grundriss Obergeschoss Typ B
Ansichten Süd-West und Nord-West

Marbrerie Carouge

Restricted Competition 
2012
, 2nd prize
Address: 
Avenue de la Praille,
1227 Carouge,
Switzerland
Client: 
FPLC Fondation pour Ia promotion du logement bon marché et de l'habitat cooperatif, Carouge
Team:
Piet Eckert, Wim Eckert with Derk Thijs and Jaime Daroca, Enrique Orti Lopez
Collaboration: 

Model Photographs: Jon Naiman, Biel